Direkte Unterstützung
von Hilfsprojekten in Rumänien

Romanian Roots e.V.
ist ein gemeinnütziger Verein und kann Spendenbescheinigungen ausstellen.

Romanian Roots e.V.
Constance Mürle

Walter-Stößer-Weg 23
75180 Pforzheim
Tel. 07231 765376
constance.muerle@gmail.com

Spendenkonto:
Romanian Roots/Constance Mürle
Sparkasse Pforzheim-Calw
IBAN: DE 43666500850008925461

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Neues aus Brasov und Umgebung
12. Oktober 2016

Guten Tag zusammen,

nach längerer Sommerpause möchte ich mich mal wieder melden und bebildert zeigen, was sich in den unterschiedlichen Projekten, begleitet vom Firm Foundations Romania-Team, vor Ort in Brasov und Umgebung so tut. Und wie wertvoll die Unterstützung von Romanian Roots aus Deutschland ist.




Was mit all den Bananenkisten geschah ...

Stefanie Vogel, eine der Gründerinnen der Arbeit von FFR, versorgt mich regelmäßig mit Fotos. Das ist toll! So kann man sehen, wie der wertvolle Inhalt der vielen von Euch gefüllten Bananenkisten in dankbare Hände und Händchen wandert.

Große, kleine, junge und alte Leute strahlen! Sehr strukturiert und organisiert wird verteilt. Abgestimmt nach Größe und Alter werden Kisten neu gepackt oder kleine Päckchen geschnürt, damit es immer passt. Die Menschen dort sind so glücklich, wenn sie mit Kleidung, Schuhen, Pflege- und Hygieneartikeln und vielen anderen lebenswichtigen Dingen versorgt werden.Das Strahlen über neue Spielsachen ist rührend! In vielen Familien gibt es überhaupt keine. Wie groß ist die Freude, wenn ein Päckchen oder gar ein Dreirad ankommt. Mamas erhalten große Hilfe mit einem Buggy oder Kinderwagen und sind natürlich sehr froh, wenn ihre Kinder etwas zum Spielen haben.

Wertvolle Sachen für den Kids-Club

Profitiert hat auch der Kids-Club. Kleinkinder im Vorschulalter werden dadurch regelrecht von der Straße geholt. Eine Einrichtung, ähnlich einem Kindergarten. Neu bestückt mit tollen Spielsachen.

Stefanies Kinder

Stefanie Vogel hat drei Kinder angenommen. Zwei Mädchen, 11 und 13 Jahre alt und einen Jungen, ebenfalls 11 Jahre alt.

Er, Costel, hatte als Baby eine schwere Knochen-Nekrose. Im Brasover Kinderkrankenhaus entnahm man ihm das Schienbein. Diagnose: Er wird niemals laufen lernen. Steffi hatte ihn nur wenige Monate alt zu sich genommen und ihm vor Jahren schon eine orthopädische OP durch Spenden ermöglicht, damit er einigermaßen laufen konnte.

In diesem Frühjahr konnte Costel ein zweites Mal in Stuttgart operiert werden, um den sonst drohenden Rollstuhl zu verhindern. Dank der großartigen Geste des Operateurs, der auf sein Honorar verzichtete und vielen Spenden, die bei Romanian Roots eingegangen sind, war es möglich, die Krankenhauskosten zu stemmen. Und seht dieses tapfere Kerlchen an... mit diesem Monstrum an Fixateur am Bein. Viele Monate muss er ausharren, aber dann wird's richtig gut!

Musikalischer Besuch von Sarah Vienna



Im Juli waren beide Gründerinnen, Stefanie Vogel und Sarah Vienna in Deutschland. Auch bei uns in Pforzheim. In Abständen veranstalten wir als Kirchengemeinde einen besonderen Abend. Ein interessantes Thema und viel gute Musik. An solch einem Abend hat uns Sarah mit ihren Liedern verwöhnt. Sarah Vienna ist eine fantastische Sängerin und tourte im Sommer. Hier und in den USA, wo sie ursprünglich her stammt, hat sie schon etliche Benefiz-Konzerte gegeben, die der Arbeit in Rumänien zu Gute kommen.


Den Müttern was Gutes tun

Mehrfach habe ich erzählt, wie durch Freiwilligendienste im Kinderkrankenhaus die Kleinen, die abgegeben und verlassen sind, liebevoll betreut werden. Der Grund, sie im Krankenhaus z u lassen, ist meistens die schreckliche Armut und die Überforderung durch große Familien. Aber nicht alle Kleinkinder sind ohne Mami im Krankenhaus. Oftaber sind diese auch sehr bedürftig. Eine schöne Idee, diesen Müttern während des Aufenthaltes ein Päckchen zu geben. Kleidung fürs Kind, ein Spielzeug und einen Pflegeartikel für die Mama.

Hilfe multiplizieren

Viele der extrem armen Menschen sind Roma und leben in einem Dorf bei Brasov. Im Kids-Club und beim After-School-Programm bekommt jedes Kind Hilfe bei den Hausaufgaben und bei allen schulischen Themen. Außerdem lernen sie eine Menge in Sachen Hygiene und sozialem Verhalten.

Ein weiteres Projekt hat mich sehr beeindruckt: Das sogenannte Abitur-Mentoring. Die Roma-Bevölkerung braucht dringend Zugang zu grundlegender Bildung. Dann geht es um die Betreuung der Schüler auf weiterführenden Schulen und schließlich die Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen oder zu studieren. Häufig gibt es solch eine Chance für die Jugendlichen nicht, wenn sie in ihrer Dorfgemeinscha ft bleiben. Sie müssen zu Hause bei der Arbeit helfen oder auf die vielen jüngeren Geschwister aufpassen. Oft werden die Mädchen auch extrem früh schwanger. Ziel des Projektes ist es, den jungen Menschen Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu geben.

Außer besserem Lernen durchlaufen die Mädchen hier auch eine Art Lebensschule. Klasse, mitzuerleben, dass schon Vorzeige- Beispiele die Runde machen. Andreea, die erste, die Abitur machte und jetzt schon einige Semester studiert hat. Sie ist ,Chefin' einer WG und mit ihrem Werdegang ein wertvolles Vorbild. Romanian Roots hat für diese WG-Projekte, die von einer Sozialpädagogin betreut werden, deren Jahresgehalt bezahlen können. Mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge. Lachend, weil wir unterstützen können, weinend, weil das Jahresgehalt einer solchen wichtigen Person so dürftig ist!

Großartige Ideen

Als letztes möchte ich noch erwähnen, dass ich einige Male im vergangenen Jahr mit Bildern und Vortrag meine Unterstützung von Deutschland aus vorstellen konnte. Große Klasse, dass dadurch eine Dame, die ihre Kindheit und Jugendzeit in Rumänien verbrachte, jetzt am Anfang des Ruhestandes in Deutschland stehend, eine Zeitlang nach Brasov reiste, um im Kinderkrankenhaus mitzuhelfen.

Eine andere Dame haben die Erzählungen und Bilder motiviert, wunderschöne Mützchen für Babys zu stricken. Inzwischen gibt es ein paar Strickerinnen, die sich der Runde angeschlossen haben und ganz tolle, warme Wollkunstwerke herstellen.

Sehr berührend ist, dass eine blinde Frau mit soviel Liebe und Herzblut, ganz wunderbare Decken für Kleinkinder strickt. In früheren Jahren, noch sehend, hat sie bereits viel für Rumänen gestrickt. Sie freut sich riesig, dass sie immer noch, trotz dieser schwierigen Umstände, etwas so Gutes tun kann. Tausend Dank!




Ich werde im kommenden Frühjahr wieder einen Transport organisieren. Rechtzeitig melde ich mich mit Details zum Sammeln. Wer Lust hat, kann ja ab jetzt schon mal nach Bananenkisten gucken. Ist ja nicht immer so leicht, fröhliche Geber für diese zu finden!

Alles Gute,
einen schönen bunten Herbst,
herzliche Grüße,
Constance Mürle